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Mai im Kalender "Triojazz in Tusche"


 

In diesem Monat gibt es gleich zwei musikalische Beiträge zum Kalenderblatt mit dem Trio Brahem/Surman/Holland. In beiden Fällen ist das Stück "Kashf" von Anouar Brahem der Ausgangspunkt, wurde jedoch mit jeweils anderen Musikerkollegen eingespielt.

Hier sind dabei: Elmar Vibrans (Klavier, Akkordeon), Walter Kuhlgatz (Trompete), Ireneusz Kulakowski (Flöte) und Heinrich Römisch (Kontrabass).

 

 


Diese Version entstand wiederrum mit meinen Freunden José. L. Gavira und Marcel Reginatto, zusammen bilden wir die "Urzelle" des Ensemble auf Zeit.

José spielt hier das digilale Sopran- und Baritonsaxophon und Frame Dums und Marcel ist zu hören auf der Bassklarinette und dem Altosax. Ich bediene hier neben dem Kontrabass auch noch die akustische Bassgitarre.


 

 


Vielleicht auch spannend zu hören/vergleichen wie unterschiedlich die Ergebnisse und die Kommunikation zu einem und dem gleichen Thema ausfallen kann.


 

Anouar Brahem

Der aus Tunis stammende Anouar Brahem (geb. 1957) spielt zwar häufig mit Jazzmusikern zusammen, er selbst würde sich jedoch nicht so bezeichnen. Der Virtuose an der Oud, der arabischen Laute, improvisiert zwar ausgiebig und ideenreich über seine eigenen Kompositionen, aber um Jazz im herkömmlichen Sinn handelt es sich dabei nicht – wohl aber um die Verschmelzung arabischer Musikkultur mit Jazzelementen.

Brahem hat das Spiel der Oud auf eine neue Ebene gebracht. Das traditionell zur Unterhaltung eingesetzte Instrument nimmt er, um darauf anspruchsvolle Kompositionen konzertant aufzuführen. Häufig haben diese Stücke einen nachdenklichen, meditativen und ernsten Charakter, immer „klingen“ das Mittelmeer und die sinnliche Musiktradition des Maghreb durch.

John Surman

Dass John Surman (geb. 1944), der Avantgarde-Pionier aus England, einmal mit Weltmusikern wie Anouar Brahem oder dem Akkordeonisten Dino Saluzzi eher zurückhaltende Klänge auf seinen Holzblasinstrumenten produzieren würde, hätte in den 70er- und 80er-Jahren bestimmt niemand gedacht. Besonders am Baritonsaxofon und an der Bassklarinette, aber auch mit dem Synthesizer, hatte Surman Aufsehen erregt. Er hatte mit John McLaughlin die Platte „Extrapolation“ aufgenommen, mit Albert Mangelsdorff und der Gruppe „MUMPS“ oder mit der Sängerin Karin Krog gearbeitet. Seine reiche Erfahrung in den unterschiedlichsten musikalischen Zusammenhängen macht es ihm heute möglich, sich in unerwarteten musikalischen Welten zu bewegen.

Dave Holland

Dave Holland (geb. 1946) ist wie Surman Engländer, lebt aber, seitdem ihn Miles Davis 1969 nach New York einlud, in den USA. Durch seine Mitwirkung an Miles‘ epochalem „Bitches Brew“ wurde er weltbekannt. Seitdem ist er sowohl im Avantgarde-Jazz als auch im modernen Mainstream einer der Top-Bassisten. Mit seinem Dave-Holland-Quintet gewann er mehrere Grammys. Holland ist ein wandlungsfähiger Musiker, der diesem ungewöhnlichen Trio die Erdung gibt.

 

Text: Thomas Geese  

www.geesejazz.de/mai/

 

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Jazz Impressionen von Heinrich RömischJazz Impressionen von Heinrich Römisch

 


Montan sind aufgrund der aktuellen Ereignisse Tanzveranstaltungen nicht erlaubt, daher gibt es von der kleinen Swingbrause einen kleinen Gruß in dieser Form: